Christopher Klesen macht den Sack zu.
Driss Khaled besiegt den 3. Deutschen Meister

19 zu 17 setzte sich unser Team gegen starke Köllerbacher durch. Dabei durchlebten die Zuschauer einen Wellengang der Gefühle. Uns war klar, dass Köllerbach gerade in den schweren Gewichtsklassen eine Macht für sich ist. Wir waren in den leichten Gewichtsklassen stärker. Der Kampf begann für uns sehr gut. Salim Sarti zeigte den Zuschauern schöne Beinangriffe und schulterte seinen Gegner nach 2:40 Minuten nach hoher Punkteführung.

Francesco Rinoldo hatte es im Schwergewicht mit Kilian Schäfer zu tun. 5 Minuten beherrschte Francesco seinen unbequemen Gegner und führte mit 7 zu 4 Punkten. Diesen Kampf gewinnen wir, dachten die Trainer und auch die Zuschauer. Aber dann kam es anders. Eine 4er Wertung und 2 Durchdreher zum Schluss brachten uns um den Sieg. Mit 12 zu 8 musste Francesco seinem Gegner den Sieg überlassen. Der erste Dämpfer für unser Team. Armin Breit rang sehr Konzentriert. Ruhig – aber immer aktiver als sein Gegenüber  gestaltete er seinen Kampf. Ein sehenswerter Kopfhüftschwung von Armin war die Finale Technik. Aus dieser gefährlichen Lage lies Armin seinen Gegner nicht mehr raus und feierte nach 2 Minuten einen Schultersieg.

Die folgende Schulterniederlage von Karim gegen den Bundesligaringer Benedikt Haas war eingeplant und nicht vermeidbar. Der Köllerbacher dominiert diese Gewichtsklasse in der Oberliga nach Belieben. In 66 Kilo war der Köllerbacher Freisieger und fuhr 4 Mannschaftspunkte kampflos ein. Unsere Staffel geriet damit zum ersten Mal in Rückstand. Nach 5 Kämpfen stand es 10 zu 8 für Köllerbach.  Nach der Pause wollten wir eigentlich wieder in Führung gehen.- Eigentlich-
Ahcene Benserradj  machte mit seinem Kampfpartner was er wollte und führte schon 13 zu 0. Bei 15 zu 0 ist Schluss.
Alle dachten 4 Mannschaftspunkte für uns, aber im Ringen geht es schnell. Beim letzten Durchdreher wurde Ahcene abgefangen und der Köllerbacher Yannick Hentges nutzte an diesem Abend seine einzige Chance und schulterte unseren Ringer.  Die Trainer und auch die Mannschaft waren geschockt. Die 4 Mannschaftspunkte von Hocine Benserradj waren eingeplant und Hocine lieferte auch 4 Mannschaftspunkte. Tolle Überwürfe wurden gezeigt.


Toni Rinoldo verschlief die erste Kampfminute. 9 zu 0 führte der Köllerbacher nach 50 Sekunden und wir sahen schon die Felle wegschwimmen. Aber Toni kämpfte ab der 2 Minute Bärenstark. Dass er nach 6 Minuten nur mit 12 zu 2 den Kampf abgab, machte uns wieder Hoffnung – zumindest auf ein Unentschieden. Im Vorletzten Kampf musste beim Stand von 17 zu 12 für Köllerbach Driss Kaled gegen Nils Klein antreten. Niels Klein ist in diesem Jahr 3er bei den nationalen Titelkämpfen geworden – und ein Punktegarant für die Köllerbacher Staffel. Aber nicht an diesem Kampftag. Wie eine Katze rang Driss und setzte mit gezielten Beinangriffen Akzente. Zur Pause führte Driss „klar“ mit 4 zu 3 Punkten. Aber die Mimik von Klein hatte sich verfinstert. Er kam einfach mit diesem Stil von Driss nicht zurecht. Als dann Driss nach 5 Minuten einen Doppelbeinangriff durchbrachte und seinen Gegner in den 2 Stock hob und von da gleich in eine gefährliche Lage brachte (dafür gab es 4 Punkte), war der Widerstand gebrochen. Mit 13 zu 5 – was 3 Mannschaftspunkte bedeutete- fuhr Driss den Sieg für sich ein. Aber immer noch führte Köllerbach.

Christopher Klesen musste siegen. Der Köllerbacher Schäfer konnte abwarten und auf seine Chance warten. Christopher rang zu Beginn etwas überhastet und  geriet in Rückstand. Dann 2 schöne Armdrehschwünge und Christopher führte mit 6 zu 2. Bei seiner nächsten Aktion – Angriff an die Hüfte und dann ein Überwurf – wurde Christopher abgefangen und stand in der Brücke. Nicht schon wieder dachten die Trainer. Aber Christopher befreite sich und ab diesem Zeitpunkt wurden nur noch sicher Techniken angebracht. Punkt um Punkt sammelte Christopher durch Rumreißer und Armdrehgriffe. Nach knapp 5 Minuten hatte er die 15 Punkte Differenz gesammelt und der 19 zu 17 Sieg für unser Team war perfekt.

Tolle Leistung und unsere Staffel zeigte viel Moral – Die Zuschauer dankten es mit großem Applaus. Ein wirklich toller und spannender Kampfabend in Wiesbach.